Neue Wege gehen…

Am Wochenende waren wir fleißig und haben unsere kleine Ernte der letzten Tage haltbar gemacht. Letzte Woche schon waren wir auf der Streuobstwiese an der Havel und haben einen großen 20Liter-Eimer voller Äpfel gepflückt. Eine tolle Sache, Obstbäume vermisse ich in unserem Garten, wirklichen Platz dafür haben wir aber nicht. Gut, dass mir die Apfelbäume wieder eingefallen sind. Gestern nun haben wir Apfelmus und Kompott gekocht. Nach insgesamt 18 Gläsern blieben uns immer noch genügend Äpfel übrig. Die haben wir dann kurzerhand zu Saft verarbeitet.

Wenn Du wissen möchtest, ob es auch in Deiner Nähe freiwachsende Obst- und Beerengehölze gibt, empfehle ich Dir die App https://mundraub.org/. Dort kannst Du auch eigene Fundorte eintragen.

Bohnen wachsen dieses Jahr reichlich, etwa ein Kilo ist schon geschnippelt und gefrostet und es hängt noch einiges im Garten. Auch Zuchini hatten wir bis jetzt mehr als wir essen konnten. Einfrosten wollte ich sie dieses Jahr nicht, ich finde, sie verliert an Aroma und die Konsistenz finde ich auch dann auch nicht mehr toll. Also habe ich sie dieses Jahr zu Puffern verarbeitet. Das ging ziemlich schnell und sie schmecken megalecker.

Im nächsten Jahr möchte ich unseren Garten dann langsam auf Permakultur umstellen und nach dem Mondkalender säen, pflanzen und ernten. Ich hoffe, dann langsam unsre Erträge steigern zu können. Rote Bete und Kohl wachsen dieses Jahr gar nicht, der Kürbis ist nichts geworden, Lauch möchte ich gerne selbst anbauen und den ganzen Sommer Möhren und Radischen ernten wäre megatoll. Ich möchte mich gern aus unserem eigenen Garten versorgen können.

Nun freue ich mich auf den Herbst. Ich freue mich auf Spaziergänge durch rot und golden leuchtende Wälder. Ich freue mich auf Laubrascheln und die letzten warmen Sonnentage. Und ich freue mich auf Flammkuchen essen, der gehört für mich zum Herbst dazu.

Pünktlich zum Wetterwechsel, seit heute morgen herbstelt es ganz stark, ist mein Trachtenstrickheft eingetroffen. Ich möchte auf Kunststoffe (nicht nur) in meiner Kleidung weitestgehend verzichten. Unter anderem deshalb habe ich mir vorgenommen, einen Teil meiner Garderobe selbst zu stricken. Begonnen habe ich damit im Frühjahr. Entstanden ist mein Pullover „Ballygown“ nach einer Anleitung von Schoppel-Wolle und dazu ein passendes Tuch. Als nächstes nun möchte ich mir eine Jacke stricken, die tauglich ist für alle Tage, zu vielem passt und in der ich immer angezogen bin. Ich finde, eine Trachtenstrickjacke erfüllt alle Zwecke und ist auch Großstadttauglich. Im Internet habe ich dann ein wirklich tolles Anleitungsheft mit insgesamt 27 Modellen gefunden für Damen, Herren und Kinder gefunden. Drei Modelle sind in meiner engeren Auswahl und ich muss mich nur entscheiden, womit ich beginne.

Das Heft kostet 7,95€ und das tolle ist, dass Du alle Modelle vorab sehen kannst. Wenn Du stöbern möchtest findest Du das Heft hier: https://www.woll-oase-berchtesgaden.de/trachtenheft.html

Septembergedicht und die Strickanleitung für meinen Lieblingsschal

Der September

Das ist ein Abschied mit Standarten
aus Pflaumenblau und Apfelgrün.
Goldlack und Astern flaggt der Garten,
und tausend Königskerzen glühn.

Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld.

Die Stare gehen auf die Reise.
Altweibersommer weht im Wind.
Das ist ein Abschied laut und leise.
Die Karussells drehn sich im Kreise.
Und was vorüber schien, beginnt.

gekürzt aus: Erich Kästner, Der September

Herbst am Königstein

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Mein erster Trickfilm – Kindergeburtstag mal anders

In Berlin und Umgebung gibt es ein großes Angebot an Events zum Kindergeburtstag, für kleine oder große Taler. Trotz allem ist mir die Organisation des Geburtstages meines Sohnes (jetzt 9) dieses Jahr ziemlich schwer gefallen: Objekte meiner Begierde wurden entweder erst kürzlich von Freunden gebucht oder die Wartezeiten waren so exorbitant lang, daß wir einen Wochenendtermin in frühestens zwei Jahren hätten bekommen können.  Bei so manchem Angebot war ich auch nicht überzeugt, ober der (mitunter nicht geringe) Preis in einem vernünftigen Verhältnis zur gebotenen Leistung steht. Mit Kindern lässt sich Geld verdienen! Und, schlußendlich, sollte das Thema  auch zum Interesse unserer Familie passen.

Kurz davor, entnervt das Handtuch zu werfen, habe ich es dann entdeckt: Mein erster Trickfilm, ein Angebot des Trickfilmstudio im FEZ. Hier können Kinder unter Anleitung und mit einfacher, aber professioneller Technik einen Trickfilm in Stop-Motion-Technik selbst gestalten. Das Angebot richtet sich an Kinder ab 8 Jahren und einer Gruppengröße bis 9 Kinder; der Basispreis von 75€ für eine Gruppe bis 5 Kinder lag gut in unserem Familienbudget.

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Ursprünglich hatte ich geplant etwa 6 bis 7 Kindern inklusive dem Geburtstagskind einzuladen. Nach einiger Überlegung habe ich mich umentschieden: die Kinderzahl sollte gerade sein, außerdem sollte es den teilnehmenden Kindern nicht schwer fallen, eine Weile konzentriert bei der Sache zu bleiben.  Gebucht habe ich dann für 4 Kinder – eine gute Entscheidung.

Der Ablauf des Nachmittages: Zunächst einmal wurden die Film- und Aufnahmetechnik erklärt und alle durften ausprobieren. Dann haben sich die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt und  die grobe Handlung Ihrer Geschichten durchgesprochen. (Hier war unsere doppelt mitgebrachte Requisite von Vorteil.) Thematisch hatten sich die Jungen auf   Super Mario und Playmobil-Ritter vorbereitet. So entstanden zwei völlig unterschiedliche Filme, jeder mit seinem eigenen Reiz!

Interessant: In beiden Gruppen fanden sich sehr schnell der Techniker und der Animteur. Und: Feinheiten in den Geschichten entwickelten sich während der Dreharbeiten. So wurden immer mehr Details hinzugefügt und es entstanden erste Ideen zum Abspann. An dieser Stelle sage ich ein großes DANKESCHÖN an Denise, Medienpädagogin und unsere Betreuerin an diesem Nachmittag. Wir (Eltern) waren darauf eingestellt, anzuleiten, zu motivieren und zu schlichten. Nichts davon war notwendig. Die Kinder hatten so viel Freiraum und Zuspruch, dass beide Geschichten durch die Fantasie der Jungen entstehen konnten. Der Nachmittag verlief ruhig und entspannt, alle waren mit großem Eifer bei der Sache und unheimlich stolz auf ihre  Werke.

Zum Schluß bekamen beide Filme Ihren Titel, wurden geschnitten und passend zur Handlung vertont. Auch hier hatten die Jungen noch einmal große Handlungsfreiheit und haben sich die Texte selbst ausgedacht, aufgenommen und entschieden, an exakt welcher Stelle ihre Protagonisten sprechen oder bellen sollen.
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Unser Fazit: Absolut empfehlenswert, nicht nur als Kindergeburtstag! Die Jungen haben schon am Ende Ihrer Dreharbeiten Pläne für`s nächste Mal geschmiedet und ich kann mir gut vorstellen, mit interessierten Kindern noch einmal wieder zu kommen. Bis dahin filmen die Kinder zu Hause im kleinen Rahmen.

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Gebratene Zucchini

Die warmen Sonnenstrahlen der letzten Tage haben noch einmal einige Zucchini im Garten reifen lassen.  Eigentlich wollte ich sie schneiden und für den Winter frosten,  in der letzten Minute fiel mir dann eine bessere Verwendung ein.

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Viele meiner Sommerurlaube habe ich in Griechenland verbracht. Vom ersten Tage an haben mich das Land, die Leute und die liebevolle,  ehrliche Gastfreundschaft begeistert. Und ja, logisch, auch die griechische Küche.

Meine griechischen Sommer verbrachte ich mit meiner Familie immer in der selben kleinen Pension,  im selben kleinen Fischerdorf im Epirus. Hier hält sich der Tourismus bis heute zurück,   in den letzten Jahren ist auch einiges in Sachen Umwelt – und Naturschutz geschehen.
Wer Griechenland einmal fernab der üblichen touristischen Orte und auf eigene Faust erkundet, wird feststellen,  daß sich die Küche im Land doch etwas von der in hiesigen, griechischen Restaurants unterscheidet.  Beide Arten zu kochen sind zweifellos lecker, die Gerichte aus den Restaurants in Deutschland sind mir aber oftmals zu opulent. In meinem kleinen Fischerdorf habe ich dann eine einfachere und leichtere Art von Essen kennen gelernt. Und hurra!: hier bin ich auch als damaliger Vegetarier problemlos satt geworden. (Das war in deutschen Gaststätten zum damaligen Zeitpunkt leider nicht selbstverständlich.)

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Eine meiner liebsten griechischen Vorspeisen sind kolokithakia tiganita – gebratene Zucchini und dafür benötigt man folgende Zutaten :

– eine kleine Zucchini
– je eine Tasse Mehl und Wasser
– ein Ei
– Salz und Pfeffer
– und etwas Öl zum ausbacken

Die Zucchini in etwa 5mm dicke Scheiben schneiden,  salzen und auf einem Sieb ablegen.

Das Mehl mit dem Wasser und dem Ei zu einem glatten Teig verrühren, Salz und Pfeffer hinzufügen.

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Das Öl in der Pfanne erhitzen.
Die Zucchini mit einem Küchenpapier abtupfen,  nochmals salzen, in den Teig tauchen und in der Pfanne von beiden Seiten backen,  bis sie goldbraun sind.
Dann zügig servieren,  die Zucchini schmecken am besten, solange sie warm sind.

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Gutes Gelingen und guten Appetit!

Letzter Sommertag

Es ist heiß. Der Sommer hat noch einmal alle Kraft gesammelt; als wolle er erinnern, wie gut er es dieses Jahr gemeint hat.
Die Stimmung ist seltsam ruhig. Auf der Straße ist kaum eine Menschenseele unterwegs und nur in der Linde vor dem Haus lärmt ganz munter eine Gruppe Spatzen.
Der Himmel zeigt sich strahlend blau, vereinzelt bestreut mit weißen Wattewölkchen; das Licht wirkt diffus und man merkt, das die Sonne langsam ihre Kraft verliert. Die Nächte sind auch schon deutlich kühler.
Am Abend wird es noch Gewitter geben – der Sommer verabschiedet sich mit einem furiosen Feuerwerk.
Und bald, ganz bald schaue ich aus dem Fenster und es ist Herbst…

… Dann sammeln sich in Linum wieder die Kraniche , um sich vor ihrem langen Weiterflug in den Süden zu stärken…

Spreewald

Wir,  heute ohne unsere beiden Kinder,  haben die günstige Gelegenheit zu einem Abstecher in den Spreewald genutzt. Ich liebe den Spreewald, hier nimmt man die Natur aus einer ganz neuen Perspektive wahr – man befindet sich mittendrin. Das  leise Plätschern der Paddel ist ungemein beruhigend und mit etwas Glück findet man sich abseits der großen, zahlreich befahrenen Fließe an einem magisch-mystischem Ort wieder..

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Spaghetti mit Mangold

Ich liebe unseren Garten hinterm Haus. Als wir vor vier jahren hier einzogen, hatte Schatzi gerade begonnen alles urbar zu machen. Bis heute hat er sich zu einem kleinen Familiengarten gemausert: Die Kinder finden es toll, hier und da zu pflücken und aufzufuttern und ich mag es, mal schnell hinters Haus zu huschen und zu ernten, was gerade reif ist. In den letzten Jahren hatte ich noch Probleme bei der zügigen Verarbeitung unserer Ernte. Dieses Jahr gelingt es mir aber erstaunlich gut, unseren Speiseplan vom Wachsen und Gedeihen in unserem  Garten bestimmen zu lassen. Noch sprießt so manche Pflanze hier eher kümmerlich. Unser Boden ist leider sehr sandig und ich habe mir sagen lassen, daß es einige Jahre und hartes Ackern bedarf, um den Boden  fruchtbar zu machen. Diese Zeit werden wir aber gern investieren – erste Erfolge erzielten wir mit unserem Mangold:
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Zugegeben: die Nahaufnahme lässt unser kleines Mangoldfeldchen üppiger erscheinen, als es in Wirklichkeit ist, (und ja, dawzischen wachsen  auch einige Unkräutlein). Aber immerhin bringen wir es schon auf eine Erntemenge von etwa zwei Mahlzeiten. Das entspricht einer Steigerung von 100%! zum Vorjahr und macht uns Mut weiterzumachen. Die erste Hälfte habe ich heute geerntet und nach kurzer Überlegung zu Mangold in Rahm verarbeitet. Da die Kinder grünen Blättern auf ihrem Teller noch nichts abgewinnen können, gibt es dazu Spaghetti, die essen die Beiden auch nackig. Beim Rezept habe ich  improvisiert, das Ergebnis ist es aber definitiv wert, festgehalten und weitergegeben zu werden.
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Verwendet habe ich folgende Zutaten für zwei Portionen:

  • etwa so viel Mangold, wie locker zwischen beide Hände passt
  • 200g Sahne
  • eine kleine Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer und Muskat

Den Mangold waschen und in schmale Streifen schneiden. Nun in einem großenTopf ohne Zugabe von extra Flüssigkeit kochen, bis die Flüssigkeit, die der Mangold abgibt fast verkocht ist. Das geht ziemlich schnell und man sollte sich nicht allzu weit vom Kochtopf entfernen. Der Mangold soll bissfest bleiben! Nun die Sahne angießen, auf kleiner Flamme noch etwa drei, vier Minuten köcheln. Dann die Knoblauchzehe pressen und dazugeben. Zum Schluss alles noch mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Den Mangold unter die Spaghetti heben, servieren und gut schmecken lassen!

Anke

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Selbst gemachtes Eis ohne Eismaschine

Passend zur angekündigten Hitzewelle habe ich mich entschieden, endlich einmal auszuprobieren, Speiseeis selbst herzustellen. Den Gedanken schiebe ich schon ewig vor mir her, diese Woche habe ich einen tollen Link zu 20 Rezepten entdeckt und als Wink des Schicksals verstanden.
Ich habe mich erst einmal entschieden, Erdbeereis und Eis aus schwarzen Johannisbeeren zu probieren. Beide wachsen bei uns im Garten und warteten nur darauf, geerntet zu werden.

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Vorab kann ich sagen, beide Rezepte begeistern mich total: sie gehen relativ schnell, ohne allzuviel schmutziges Geschirr zu verursachen und Kinder können munter mitschnippeln, pürieren und verrühren. Eine Eismaschine ist auch nicht notwendig. Familienfreundlich also! Auch die Zutatenliste ist sehr klein: verwendet werden nur Beeren, Joghurt, etwas Sahne und Zucker, zum verfeinern Vanille oder ein Esslöffel Zitronensaft.

Beim Erdbeereis habe ich mich im Großen ans Rezept gehalten. Einzig mit der Sahne ist mir ein Malheur passiert: sie ist ungeschlagen im Joghurt gelandet was einem leckeren Ergebnis aber Gott sei Dank nicht im Wege steht. (Eben war ich heimlich kosten: das Eis schmeckt sehr cremig und unglaublich lecker erdbeerig!) In Ermangelung von passenden Förmchen, (ich hatte nicht das rechte Vertrauen, ob meine Tassen den Gefrierschrank unbeschadet überstehen) habe ich die Erdbeer-Joghurt-Masse in eine eckige Silkonform gegossen, etwa 3 Stunden anfrieren lassen und dann die pürierten Erdbeeren drüber gegossen. Nun frostet alles zusammen munter weiter. Den eckigen Eisblock werde ich dann einfach in Scheiben schneiden.

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Beim Rezept mit den Johannisbeeren musste ich etwas improvisieren. Zum Einen hatte ich keinen Vanillejoghurt, zum Anderen erschien mir die Angabe von 500g Johannisbeeren auf 250g Joghurt etwas viel.
Anstelle des normal Joghurts habe ich also auch hier griechischen Sahnejoghurt verwendet und mit etwas Zucker und geriebener echter (unbedingt empfehlenswert im Hause zu haben!) Vanille verfeinert. Da mir das Johannisbeerpüree etwas viel erschien, habe ich dann die doppelte Menge an Joghurt verwendet. Beim nächsten Versuch, und den gibt es mit Sicherheit, werde ich es dann noch einmal mit weniger Beeren (125g Beeren für 200-300g Sahnejoghurt) probieren. Sicher gelingt dann auch die Marmorierung besser.
Trotz allem ist das Ergebnis ein cremiges, leicht säuerliches und unheimlich leckeres Johannisbeereis. Perfekt für heiße Tage wie heute!

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Alle, die die beiden Rezepte gern selbst probieren möchten, finden hier den oben erwähnten Link:
http://www.livingathome.de/kochen-feiern/rezepte/12037-cstr-selbstgemachtes-eis-ohne-eismaschine#8671

Mögen alle die heißen Tage gut überstehen!

Anke