Mein erster Trickfilm – Kindergeburtstag mal anders

In Berlin und Umgebung gibt es ein großes Angebot an Events zum Kindergeburtstag, für kleine oder große Taler. Trotz allem ist mir die Organisation des Geburtstages meines Sohnes (jetzt 9) dieses Jahr ziemlich schwer gefallen: Objekte meiner Begierde wurden entweder erst kürzlich von Freunden gebucht oder die Wartezeiten waren so exorbitant lang, daß wir einen Wochenendtermin in frühestens zwei Jahren hätten bekommen können.  Bei so manchem Angebot war ich auch nicht überzeugt, ober der (mitunter nicht geringe) Preis in einem vernünftigen Verhältnis zur gebotenen Leistung steht. Mit Kindern lässt sich Geld verdienen! Und, schlußendlich, sollte das Thema  auch zum Interesse unserer Familie passen.

Kurz davor, entnervt das Handtuch zu werfen, habe ich es dann entdeckt: Mein erster Trickfilm, ein Angebot des Trickfilmstudio im FEZ. Hier können Kinder unter Anleitung und mit einfacher, aber professioneller Technik einen Trickfilm in Stop-Motion-Technik selbst gestalten. Das Angebot richtet sich an Kinder ab 8 Jahren und einer Gruppengröße bis 9 Kinder; der Basispreis von 75€ für eine Gruppe bis 5 Kinder lag gut in unserem Familienbudget.

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Ursprünglich hatte ich geplant etwa 6 bis 7 Kindern inklusive dem Geburtstagskind einzuladen. Nach einiger Überlegung habe ich mich umentschieden: die Kinderzahl sollte gerade sein, außerdem sollte es den teilnehmenden Kindern nicht schwer fallen, eine Weile konzentriert bei der Sache zu bleiben.  Gebucht habe ich dann für 4 Kinder – eine gute Entscheidung.

Der Ablauf des Nachmittages: Zunächst einmal wurden die Film- und Aufnahmetechnik erklärt und alle durften ausprobieren. Dann haben sich die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt und  die grobe Handlung Ihrer Geschichten durchgesprochen. (Hier war unsere doppelt mitgebrachte Requisite von Vorteil.) Thematisch hatten sich die Jungen auf   Super Mario und Playmobil-Ritter vorbereitet. So entstanden zwei völlig unterschiedliche Filme, jeder mit seinem eigenen Reiz!

Interessant: In beiden Gruppen fanden sich sehr schnell der Techniker und der Animteur. Und: Feinheiten in den Geschichten entwickelten sich während der Dreharbeiten. So wurden immer mehr Details hinzugefügt und es entstanden erste Ideen zum Abspann. An dieser Stelle sage ich ein großes DANKESCHÖN an Denise, Medienpädagogin und unsere Betreuerin an diesem Nachmittag. Wir (Eltern) waren darauf eingestellt, anzuleiten, zu motivieren und zu schlichten. Nichts davon war notwendig. Die Kinder hatten so viel Freiraum und Zuspruch, dass beide Geschichten durch die Fantasie der Jungen entstehen konnten. Der Nachmittag verlief ruhig und entspannt, alle waren mit großem Eifer bei der Sache und unheimlich stolz auf ihre  Werke.

Zum Schluß bekamen beide Filme Ihren Titel, wurden geschnitten und passend zur Handlung vertont. Auch hier hatten die Jungen noch einmal große Handlungsfreiheit und haben sich die Texte selbst ausgedacht, aufgenommen und entschieden, an exakt welcher Stelle ihre Protagonisten sprechen oder bellen sollen.
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Unser Fazit: Absolut empfehlenswert, nicht nur als Kindergeburtstag! Die Jungen haben schon am Ende Ihrer Dreharbeiten Pläne für`s nächste Mal geschmiedet und ich kann mir gut vorstellen, mit interessierten Kindern noch einmal wieder zu kommen. Bis dahin filmen die Kinder zu Hause im kleinen Rahmen.

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